Direkt zum Seiteninhalt
Serviceline
Telefon 0212 2262-0
24 Stunden am Tag - 365 Tage im Jahr
 
Symbol RSS - Link zur RSS Seite
Symbol W3C CSS - Link zu Barrierefreiheit
Symbol W3C XHTML1.0 - Link zu Barrierefreiheit
Symbol W3C CSS - Link zu Barrierefreiheit
 

Mit Herz, Hand und Verstand

In der Winterausgabe unserer „informiert!“ haben wir Ihnen die Solinger Heilpraktikerin Anni Schmidt vorgestellt. In einem Gespräch gibt die stellvertretende Vorsitzende des Berufsverbandes der Heilpraktiker e.V. NRW Einblicke in die Praxis ihrer Branche. Sie spricht unter anderem über die Unterschiede zu Behandlungsmethoden von Allgemeinmedizinern, ihrer Art, mit Patienten umzugehen, verschiedene Ansätze und ihre langjährigen Erfahrungen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Therapien vor, die Heilpraktiker am häufigsten anwenden.

Ozontherapie

Ozon ist ein aus Sauerstoff gewonnenes Gas. Es kann oberflächlich auf der Haut, in Form von Eigenblutbehandlung sowie als Injektion eingesetzt werden. Zu den Wirkungen von Ozon zählen Heilpraktiker unter anderem die Verbesserung von Stoffwechsel-Funktionen, Durchblutungsförderung und Entzündungshemmung. Einsatzgebiete sind arterielle Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Viruserkrankungen, Asthma-Beschwerden, Allergien und Gelenkschmerzen.

Phytotherapie

„Phyto“ steht für „Pflanzen“. Die gleichnamige Therapie setzt auf die Wirkungen von verschiedenen Gewächsen, um Krankheiten zu heilen oder Beschwerden zu lindern. Angewendet werden zum Beispiel Kräutertees, Tinkturen und Bäder, aber auch Waschungen, Inhalationen und Umschläge. Am häufigsten findet die Phytotherapie Einsatz bei Atemwegserkrankungen, viralen Infekten, leichten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-, Darm- und Blasenbeschwerden, leichten Hauterkrankungen, Menstruationsschmerzen sowie Verletzungen und Verstauchungen.

Homöopathie

Bei dieser Heilmethode wird der Patient nicht nur mit Blick auf seine akuten Beschwerden betrachtet, sondern ganzheitlich. Der Körper stellt für homöopathisch ausgerichtete Ärzte ein System dar, dessen gesunde Balance hergestellt sein muss. Die Therapie des Patienten wird darauf abgestimmt. Die Arzneimittel (Globuli) sollen den Körper zur Selbsthilfe anregen und die Abwehr gegen die jeweilige Krankheit aktivieren. Daher können sie sehr weitläufig eingesetzt werden. Klassische Behandlungsgebiete sind chronische Erkrankungen, Abwehrdefekte, Allergien und psychosomatische Beschwerden. Die tiefgreifende Wirkung der Arzneimittel wird mittels Verdünnung und Potenzierung verstärkt.

Aromatherapie

Aus Pflanzen (zum Beispiel ihren Blättern, Blüten oder Wurzeln) werden ätherische Öle gewonnen. Damit behandeln Heilpraktiker Krankheiten oder Befindlichkeitsstörungen von Patienten. Weil über Gerüche das limbische System des Menschen angeregt wird, das wiederum Gefühle erzeugt, soll mit Düften Wohlbefinden herbeigeführt werden. Ätherische Öle können zum Beispiel über Duftlampen oder -hölzer, Inhalation, Kompressen oder Bäder zum Einsatz kommen. Je nach Pflanze kann der Duft zum Beispiel stimulierend, beruhigend, stimmungsaufhellend, entspannend oder angstlösend wirken. Aus diesen Grund wird Aromatherapie vor allem bei psychosomatischen Beschwerden, Nervosität und Schlafstörungen eingesetzt. Auch Erkältungen können damit behandelt werden.

Chiropraktik und Osteopathie

Zu diesen Anwendungen zählen bestimmte Handgriffe, die Heilpraktiker beispielsweise zur Linderung von Rücken-, Gelenk- oder Verdauungsbeschwerden einsetzen. Dabei werden Wirbelsäule, Gelenke oder Eingeweide kurz und sanft bewegt (manipuliert). Damit können Verspannungen gelöst und eine verbesserte Funktion von Sehnen, Muskeln oder auch eine bessere Durchblutung erreicht werden.

Physiotherapie

Physiotherapie kommt sowohl bei akuten Schmerzen im Bewegungsapparat,als auch bei chronischen Leiden und nach Unfällen zum Einsatz. Mithilfe von Bewegungen, die mehrfach und vor allem regelmäßig wiederholt werden sollten, kann unter anderem Muskulatur aufgebaut, können Sehnen und Gelenke beweglicher gemacht und Schmerzen gelindert werden. Physiotherapie wird aber auch präventiv eingesetzt, zum Beispiel zur Vorbeugung von Bandscheibenvorfällen oder chronischen Muskelverspannungen (Rückenschule).

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die Lehre der TCM bezeichnet das Ganzheitliche im Menschen, den Einklang zwischen Körper, Geist und Seele. Eine große Rolle spielen die beiden Pole Yin und Yang (Schatten- und Lichtseite des Lebens) sowie die fünf Elemente Wasser, Erde, Metall, Holz und Feuer. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Menschen sollten sich diese Elemente stets im Gleichgewicht befinden – als optimale Voraussetzung für Gesundheit und Widerstandskraft. Die Elemente werden zum Beispiel durch Nahrungsmittel dargestellt. Zu den Anwendungen in der TCM gehört unter anderem Akupunktur. Dabei lösen feinste Nadeln Impulse im Körper aus, womit unter anderem Durchblutung gefördert und Spannungen gelindert werden können.

Kinesiologie

Dieser naturheilkundliche Diagnose- und Therapieansatz schließt über einen Muskeltest auf den Zustand innerer Organe und der Psyche gezogen werden. Mit seinen Händen testet der Heilpraktiker, wie stark bestimmte Muskelgruppen des Patienten sind, zum Beispiel mit Gegendruck. Erweisen sich Muskelpartien als zu schwach, können sie mit passenden Übungen gestärkt werden.

Bioenergetik (bioenergetische Analyse)

In diesem Verfahren wird ein Patient charakterlich und seelisch analysiert und im Verlauf verschiedener Techniken dazu motiviert, zum Beispiel Gefühle auszuleben. Auf diese Weise werden Energien freigesetzt und Beschwerden gelindert. Zu den Techniken gehört das Erden (grounding). Zum Beispiel mittels Atmung oder Handgriffen des Heilpraktikers soll der Patient mit den Elementen seiner Existenz verbunden werden, etwa Vergangenheit oder zwischenmenschliche Beziehungen. 

Atemtherapie

Indem der Patient bewusst atmet, sollen Beschwerden gelindert oder geheilt und sein inneres Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Eingesetzt wird die Atemtherapie unter anderem bei psychosomatischen Erkrankungen, Migräne und Schlafstörungen.

Ausleitende Verfahren

Ausleitende Verfahren basieren auf der Annahme, dass der Patient von seinen Beschwerden geheilt werden kann, indem alle ihm schadenden Stoffe oder Flüssigkeiten aus dem Körper herausbefördert werden. Zu den häufigsten Behandlungsmethoden gehört der Aderlass, die regelmäßige Blutentnahme aus den Venen (Anwendungsgebiet: Durchblutungsstörung). Eine Blutegel-Behandlung wird auch als sanfter Aderlass bezeichnet (Anwendungsgebiete: Venenerkrankungen). Bei einer Schröpftherapie wird mit Hilfe von Gläsern Unterdruck auf der Haut erzeugt, was die Durchblutung steigert und einen Impuls auslöst. Eine weitere Schröpf-Methode ist das Einritzen der Haut. Auch damit sollen Reflexzonen des Körpers angeregt und selbstheilende Funktionen angeregt werden (Anwendungsgebiete: Rückenschmerzen, niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen, Verspannungen). Ähnliche Wirkungen soll das Baunscheidt-Verfahren auslösen. Dabei werden per Walze, an dem feine Stahlnadeln befestigt sind, krankheitserzeugende Stoffe über die Haut und ihre Reizung ausgeleitet (Anwendungsgebiete: Schmerzen und Verspannungen am Bewegungsapparat, Verdauungskrankheiten). Eine weitere Reflexzonenstimulation wird mit dem Cantharidenpflaster erreicht. Versehen mit einer hautreizenden Substanz bleibt das Pflaster mehrere Stunden auf der Haut (Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden).

Systemische Therapie

Bei der Systemischen Therapie wird der Mensch nicht mit Blick auf einzelne Beschwerden, sondern als Bestandteil eines ganzen Systems behandelt. Innerhalb einer Gruppe von Personen wird das Kommunikationsverhalten analysiert. Da ein Impuls nach dieser Theorie immer die komplette Gruppe betrifft, können auf diese Weise Beschwerden oder Störungen entdeckt und besprochen werden. Die Systemische Therapie wird zum Beispiel bei körperlichen und seelischen Blockaden durch unterdrückte Gefühle eingesetzt.

Autogenes Training

Autogenes Training ist eine Therapieform, um Körper und Geist zu entspannen. Dadurch sollen psychische und physische Beschwerden gelindert werden. Auf eigene Suggestionen hin („mein Atem geht ruhig“, „meine Augenlider werden schwer“) versetzt sich der Patient in einen veränderten Bewusstseinszustand ähnlich einer leichten Hypnose. Vor allem angst- und stressbedingte Unruhezustände sowie vegetative Störungen werden mit Autogenem Training behandelt.

Hypnose

Versetzt ein Heilpraktiker einen Patienten in Hypnose, kann er ihm aufgrund eines veränderten  Bewusstseinszustands zum Beispiel Gedanken und Gefühle suggerieren oder ihn dazu befragen. Ziel ist es, das Wohlbefinden wieder herzustellen, indem die Psyche positiv beeinflusst wird. Die Hypnose kann unterschiedlich intensiv ausfallen, vom leichten Hypnoid bis hin zum hypnotischen Tiefschlaf.

 

Zum Seitenanfang       FreundesymbolSeite weiterempfehlen

© DIE BERGISCHE KRANKENKASSE 2009
Jetzt bookmarken:ask.combackflipdel.icio.usdigg.comFeed me links!google.comhype it!LinkaGoGolive.comMister WongMyLink.denetscapeoneviewTagThatWebnewsWinkYahooMyWeb

 
 
 

Empfehlen lohnt sich

20 € angeln für jedes neu geworbene Mitglied

 

Unsere Partner

Alles Bergisch, auch die Kasse: Lernen Sie unsere Partner kennen, mit vielen Vorteilen für unsere Versicherten.
Zur Übersicht
Verkleinerte Darstellung einiger Logos der Partner

 

Newsletter

Registrieren Sie sich für den kostenfreien Newsletter

 

Hallo Baby

Kennen Sie schon "Hallo Baby"? Ein Service für Schwangere zur Senkung
des Risikos einer Frühgeburt
Bild zeigt ein Neugeborenes an der Brust der Mutter